20
Jun
2009
Bericht: Simon Hönscheid  |  Fotos: Simon Hönscheid  |  Kategorie: Festivalberichte  |  

The Prostitutes – Parkbühne

Die 2004 in Prag gegründete Band The Prostitutes eröffnete mit ihrem im Rock und Postpunk angesiedelten Sound die Parkbühne am Samstag. Geboten wurde ein Set, in dem sich rockige und ruhige Stücke abwechselten. Die Rolle des Openers ist immer recht undankbar, die Band ließ sich jedoch nicht unterkriegen und trug die Herausforderung mit Fassung. Die Show konnte nicht nur uns überzeugen, sondern auch viele andere im Publikum.

ZIN – Parkbühne

ZIN hatten es nicht weit bis zur Parkbühne, wohnen die 3 Männer doch mit ihrer Drummerin in Leipzig, wo sie seit 2006 zusammen Musik machen. Im Laufe ihres Auftritts bewiesen die Vier, dass sie sowohl poppige als auch rockige Klangspektren gut beherrschen.
Der Auftritt lebte vor allem von der Ausstrahlung des Frontmannes Iven Cole.

Mono INC. – Parkbühne

Die nun folgenden Mono INC. sind beim WGT keine Unbekannten, hatte die Ende der 90er in Hamburg gegründete Band vor einigen Jahren schon ein mal einen Auftritt, welchen Sänger Martin Engler, wie er sagte, in weniger guter Erinnerung habe. Die Band machte sich jedoch nichts aus der Vergangenheit und stellte den diesjährigen Auftritt mit „This Is The Day“ unter das passende Motto.
Die Reihen hatten sich während der Umbaupause gut gefüllt und der Gothic-Rock der Hamburger fand im Publikum großen Anklang.
Während des Auftritts fiel besonders auf, wie gut sich die Stimmen von Sänger Martin und Drummerin Katha Mia ergänzten. Obwohl im späteren Verlauf des Auftritts ein paar dunkle Wolken, die schon länger über der Parkbühne gehangen hatten, den einen oder anderen Tropfen fallen liessen, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Die Band wurde vom Publikum nach dem Song „Get Some Sleep“ mit Applaus entlassen.

Die Art – Parkbühne

Als die Leipziger Gothic Urgesteine Die Art die Bühne betraten, regnete es immer noch. Die Band hatte einen beeindruckenden Ausblick auf die schier ungeheure Artenvielfalt der scheuen Lebensform der Regenschirme. 😉
Die 1986 gegründete Band bot einen guten Queerschnitt durch ihr gesamtes künstlerisches Schaffen. Der Auftritt war solide und kam beim Publikum trotz des Wetters gut an.

Setlist:

  • Pale
  • Swimming In Dirty Water
  • Obsession Is Sad Passion
  • The 7th. Unneeded Aborted Start
  • In The Gallery
  • Heimatlied
  • Heer Litz
  • Paradise
  • Eternal fall
  • Das Schiff
  • Alles Was Dein Herz Begehrt

Eisbrecher – Parkbühne

Nach Die Art kam mit Eisbrecher eines unserer ganz persönlichen Highlights des diesjährigen WGTs auf die Bühne. Alexx, der immer zum Scherzen aufgelegt ist und mit seiner Ausstrahlung die Fans zu begeistern weiß, betrat mit zwei Eispickeln bewaffnet die Bühne. Während seines Auftritts wurde er von seinen Bandkollegen Martin (Bass), Noel (Gitarre), Jürgen (Gitarre), René (Drums) und Max (Keyboards) tatkräftig unterstützt. Nach dem Opener „Kann Denn Liebe Sünde Sein“ ließ Alexx sich ersteinmal über die vielen Regenschirme in den Reihen des Publikums aus: „Denkt immer dran, Regenschirme sind Schwul – Nur die Harten kommen in den Garten“.
Das Set brachte bekannte Titel wie „Antikörper“, „Vergiss Mein Nicht“ sowie den Megaherz Titel „Mistück“ als krönenden Abschluss mit sich. Dazwischen flocht Alex neuere Titel wie „Herzdieb“ ein, welchen er mit „Jungs, jetzt zeigt euch mal von eurer kuscheligen Seite und nehmt eure Frauen mal lieb in den Arm, es muss ja nicht immer nur Ficken sein.“ ankündigte. Wie immer bei Eisbrecher gab es eine gehörige Portion Humor und ordendlich was auf die Ohren, so muss das sein.

Feindflug – AGRA

An Feindflug schneiden sich ja bekanntlich die Geister, die Einen lieben sie, die Anderen hassen sie. Dieses Jahr hatte die Band im Laufe ihrer 10-jährigen Geschichte ihren ersten Auftritt auf dem WGT. Die Bühne war Feinflug-typisch mit Panzersperren, Flak und anderem Kriegsgerät ausstaffiert. Das Klima in der Halle glich wärend des Auftritts immer mehr einer Sauna, was auf dem Bewegungsdrang des Publikums zurückzuführen war.
Musikalisch orientierte sich die Band an ihren Clubhits. Songs wie „Truppenschau“, „Roter Schnee“,“Stukas im Visier“, „Machtwechsel“ oder „Leitbild“ durften natürlich nicht fehlen.

VNV Nation – AGRA

Gegen 23 Uhr betraten VNV Nation die Bühne und leitete mit „Joy“ ihren Auftritt ein. Danach gab es von Ronan eine kurze Belehrung über das Verhalten welches er von seinen Fans erwartete: „Ihr seid so leise heute – Sind wir in Trauer nur weil wir Schwarz tragen? Ich will euch hören“ Ronan fegte Energiegeladen über die Bühne und hatte sichtlich seinen Spass. Er kommunizierte sehr viel mit dem Publikum und war zum Scherzen aufgelegt, dabei fiel auf, wie flüssig sein Deutsch mittlerweile ist.Etwas mehr als eine Stunde hatte die Band Zeit, Selbige zu einem unvergesslichem Erlebnis werden zu lassen.
Ein Lied reihte sich an das nächste, es wurde getanzt, gesungen und gefeiert und die Zeit ging leider viel zu schnell vorrüber.

Festivalfotos

 

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