Bericht: Anne Mühlbauer  |  Fotos: Simon Hönscheid  |  Kategorie: Festival-Vorberichte  |  

Am 19. und 20. Juli wird Köln dieses Jahr wieder von den vornehmlich schwarz gekleideten Gestalten heimgesucht werden, die in Richtung Tanzbrunnen auf die „schäl Sick“ ziehen: längst hat sich das Amphi-Festival einen Namen gemacht und sich in den vier Jahren, die es mittlerweile besteht, in der schwarzen Szene etabliert.
Auch in diesem Sommer hat man wieder ein hochkarätiges LineUp im Gepäck, bei dem für jeden dunklen Geschmack etwas dabei ist – sei es eher aus der elektronischen Ecke oder rockig.

Ab jeweils zehn Uhr vormittags erwarten euch bis jetzt sage und schreibe 30 bestätigte plus zwei weitere Künstler und Bands:

Samstag, 19. Juli

  • Ashbury Heights
    Aus dem hohen Norden Schwedens kommen die beiden Musiker von Ashbury Heights angereist und haben feinsten Elektro im Gepäck.
    Anders Hagström und Yasmine Uhlin gelang es im Dezember 2005 mit der Veröffentlichung ihrer ersten Demo nicht nur, ihre Hörerschaft von Null auf Hundert zu begeistern, sondern zudem auch wenige Monate später in Rekordzeit beim Out Of Line-Label einen Vertrag unter Dach und Fach zu bekommen. So darf man auf der label-eigenen Seite lesen: „Auf jeden Fall haben es die beiden geschafft, uns auf Anhieb so zu begeistern, dass wir sie binnen einer Stunde gesignt haben… das mit Abstand schnellste Signing in der Geschichte von Out of Line. Glaubt uns…“
    Im Oktober 2007 war es schließlich soweit: das von den Fans heißersehnte erste Album, „Three cheers for the newlydeads“, war in den Regalen der Plattenläden erhältlich. Die Presse feierte die Scheibe ebenso enthusiatisch, wie auch die Reaktionen der Fans ausfielen.
    Keine Frage: Ashbury Heights bringen frischen Wind in die Synthiepop-Szene und man darf gespannt sein, was das Duo als nächstes kreieren wird!
  • Cinderella Effect
    Constance Rudert kennt man bereits von Blutengel – nun hat die Dame mit Cinderella Effect ein Soloprojekt gestartet, das sich sehen lassen kann. Auf dem ersten Album, an dem man sage und schreibe anderthalb Jahre im Studio getüftelt hat, finden sich fünfzehn opulente Remixes bekannter Independent-Songs.Balladesk und emotional sind die Stücke dabei geworden – Cinderella Effect hat eindeutig das Prädikat „anhören!“ verdient.
  • Combichrist
    „Einmal härter, bitte!“ – hier sind Combichrist die richtige Wahl. Die vier Mannen aus Norwegen produzieren seit 2003 stählernen Industrial, der textlich um die Schlagwörter Sex, Gewalt und Drogen kreist. Frontmann Andy LaPlegua kennt man bereits von Icon Of Coil.
  • Covenant
    Seit nunmehr über zwanzig Jahren bescheren die schwedischen Future Popper von Covenant der Szene immer wieder neue Hits: gegründet wurde die Band 1986 von Joakim Montelius, Clas Nachmanson und Eskil Simonsson, der erste Album – „Dreams Of Cryotank“ – veröffentlichte man jedoch erst acht Jahre später.
    Von da an sollte es mit der Karriere der Band stetig bergauf gehen: zahlreiche Singles, Alben und Touren folgten. Clas Nachmanson verließ Covenant schließlich vor kurzem aus persönlichen Gründen. An seine Stelle trat Daniel Myer, den man bereits von Haujobb her kennt.
    Zuletzt erschien 2007 mit der „In Transit“-DVD eine Dokumentation über die „Skyshaper“-Tour von 2005, auf der den Fans Einblicke in das Leben der Musiker gewährt werden. Songs wie „Call All Ships To Port“ oder „Deadstars“ sind aus den Playlists der Clubs mittlerweile ebensowenig wegzudenken wie das unvergessliche „20 Hz“.
  • Deine Lakaien
    Die Lakaien kann man wohlgetrost zu den Urgesteinen des Dark Wave zählen. Seit nunmehr 23 Jahren stehen Alexander Veljanow (Gesang) und Ernst Horn (Instrumente, Komposition) zusammen auf der Bühne, um eine einzigartige Kreation aus Dark Wave, Electrowave und Avantgarde zu präsentieren.
  • Grendel
    Aus der Aggro-Tech-Szene sind die Holländer von Grendel längst nicht mehr wegzudenken. Seit knapp zehn Jahren produziert man harten EBM – zunächst noch unter anderem Namen, seit 2000 jedoch mit dem Etikett „Grendel“. Eine sehr treffende Bezeichnung, stellt der Troll Grendel in der angelsächsischen Beowulf-Saga doch einen Unhold mit übermenschlichen Kräften dar.
  • Haujobb
    Das deutsche Elektro-Projekt Haujobb lotet die Grenzen der elektronischen Musik in diverse Richtungen aus. So finden sich in dem haujobb’schen Elektro Elemente des IDM ebenso wie auch deutliche Techno-Einflüsse.
    Ursprünglich dreiköpfig, besteht die Formation seit 1995 als Duo: Daniel Myer und Dejan Samardzic produzieren einen sehr individuellen Sound. Haujobb über Haujobb: „we are the renegades of noise!“
  • Mina Harker
    In düstere Welten taucht Mina Harker ein, in die dunkelsten Gedanken, in die tiefsten Abgründe der Seele. Diese Mixtur bildet die magische Inspiration zu den empathisch erdachten Geschichten.
    Mina Harker interpretiert die Songs außerordentlich individuell, was sich besonders in ihrer unverwechselbar kräftigen Stimme ausdrückt, die sich mal engelsgleich behutsam, dann wieder glashart und schonungslos aber vor allem immer klar und gefühlvoll in die leidenschaftliche Grundstimmung einfügt. Den unbedingten Gegenpol zu einer solchen Klarheit bildet das ausgefeilte Songarrangement, unterstützt durch die harten Gitarrensounds Alexander Gorodezkis, der zusammen mit Mina Harker den Kopf der Band bildet.
    Beide setzen gerne üppig stimmungsvolle Elektronik ein und erzeugen so eine düster-digitale Ästhetik, die allerdings niemals mit zu viel Pathos oder Melancholie daherkommt, sondern vielmehr einen charaktervollen Ausdruck von Leidenschaft und Kraft transportiert – das alles verpackt in sorgsam und gefühlvoll arrangierte Songs mit ausschließlich deutschsprachigen Texten.
  • Nachtmahr
    „Ich habe nur ein einziges Interesse: ob ihr lebt oder krepiert ist mir egal – ich will euch tanzen sehen!“
    Getreu diesem Leitmotiv hebt Thomas Rainer 2007 sein neues Projekt Nachtmahr aus der Taufe. Nachdem der österreichische Ausnahmekünstler bereits seit 11 Jahren als Mastermind von L‘Âme Immortelle, und mit seinem bis 2002 bestehenden Projekt Siechtum international große Erfolg gefeiert hat, kehrt er mit Nachtmahr an die Wurzeln seines Schaffens zurück – in die Clubs.
  • Noisuf-X
    Aus dem Ruhrgebiet, genauer gesagt Bochum, kommt Noisuf-X-Mastermind Jan. Noisuf-X steht für eine Mischung aus Industrial und Noize, ist also eher etwas für die Liebhaber der härteren Klänge.
  • Oomph!
    „Das gewisse Etwas“ – diese Bedeutung des Wörtchens „oomph“ gefiel den Herren Dero, Flux und Crap so gut, dass sie ihn als Namen ihrer 1989 ins Leben gerufenen Band wählten. Hits wie „Das weiße Licht“, „Brennende Liebe“ oder „Gott ist ein Popstar“ prägten die Szene nachhaltig, so wie Oomph! auch als Vorbild von Rammstein gelten.
  • Rotersand
    Das Trio besteht aus Rasc, Krischan und Gun; allesamt Profimusiker aus unterschiedlichen musikalischen Bereichen und mit vielschichtigem Background.
    Nachdem man 2003 das Rotersand-Debütalbum “Truth Is Fanatic“ veröffentlicht hatte, offenbarte sich schnell, dass sich ihre scheinbar gegensätzlichen Talente sehr effektiv ergänzten. Rotersand wurden mit ihrer Mischung aus modernem, Club-kompatiblen Sound und solidem Songwriting zum “Newcomer des Jahres 2003 “ gekürt.
    Die explosiven Livekonzerte und die Bühnenpräsenz von Sänger Rasc taten ihr übriges, um die Band schnell vom Geheimtipp in die Oberliga der Protagonisten von düsterem Elektro und Futurepop zu katapultieren. Eine Verortung, die die Stilistik von Rotersand allerdings nur unzureichend beschreibt, denn wie auch das 2005 erschienene Nachfolgealbum “Welcome To Goodbye“ bereits eindrücklich belegte, sind die Einflüsse der Band deutlich vielfältiger. Ihre mitreißend emotionalen Kompositionen sind gekleidet in ein changierendes aber immer unverwechselbares Soundgewand und verweisen klar auf ein weitverzweigtes Wurzelwerk in Klassik, Pop, Dance und Indie.
  • Tactical Sekt
    Aus den Clubs längst nicht mehr wegzudenken, setzt Tactical Sekt auch mit dem neusten Album „Syncope“ auf gnadenlose Clubtauglichkeit, welche auch das Publikum beim Amphi-Fesival mit Sicherheit zum Tanzen bringen wird.
  • The Klinik
    Seit über zwanzig Jahren steht The Klinik für Elektro/Post Industrial: das belgische Projekt um Marc Verhaeghen veröffentlichte zuletzt im Februar diesen Jahres das Best-Of-Album „Projects“.
  • Welle:Erdball
    „Einschalten zum letzten Bild. Maschinen rasen, das Telephon schrillt. […] Hallo, hier spricht Welle:Erdball, Symphonie der Zeit, aus dem Äther schwingt und schwillt sie in die Ewigkeit!“
    … so erklingt traditionell jedes Intro der mittlerweile acht Platten, die die norddeutsche Formation um ihren Commodore 64 mit seinem charakteristischen Piepsen im Laufe der vierzehnjährigen Bandgeschichte aufgenommen haben.
    Entnommen sind diese Zeilen einem Hörspiel aus dem Jahre 1928, das auch beim Namen der Band Pate gestanden hat: Hallo, hier Welle Erdball! Bereits seit 1993 produzieren die beiden Musiker A.L.F. und Honey zusammen mit ihrem über zwanzig Jahre alten C-SX 64, einer tragbaren Version des Commodore 64, den typischen Welle: Erdball-Sound: eine Mischung aus Elektropop, Neuer Deutscher Welle und New Wave, versehen mit so ausgefallenen Klangelementen wie etwa einer Ätherwellengeige.
    Dabei sehen sie sich als Radiomoderatoren, der ihre provokanten Musikstücke zusammen mit Verkehrsmeldungen und dem Wetterbericht auf CD veröffentlichen. Seit 2003 bzw. 2005 sind außerdem Plastique und Frl. Venus, beide zuständig für Stimme und Schlagwerk, mit von der Partie.
    Was die Optik angeht, so bleiben Welle: Erdball dem Stil der 50er Jahre treu: schwarze Anzüge, Sonnenbrillen mit runden Gläsern, Pomade in den Haaren.
  • Zeraphine
    Die Herren Sven Friedrich und Norman Selbig kennt man bereits von den Dreadful Shadows. Im Jahre 2000 schloss man sich zusammen, um von nun an unter dem Namen Zeraphine zusammen mit drei anderen Musikern feinen Alternative/Dark Rock zu produzieren. Die aktuelle Besetzung von Zeraphine: Sven Friedrich (Gesang), Norman Selbig und Manuel Senger an den Gitarren, Michael Nepp (Bass) sowie Marcellus Puhlemann (Schlagzeug).
  • Zeromancer
    Aus Norwegen kommen die Synthrocker von Zeromancer und können mittlerweile auf eine fast zehnjährige Bandgeschichte zurückblicken. Stücke wie „Dr Online“ oder „Clone Your Lover“ dürften jedem in der Szene bekannt sein und avancierten in den Clubs schnell zu Hits.


Sonntag, 20. Juli

  • And One
    Alles ist möglich! Wenn es einen Leitspruch gibt, der die Musik von And One treffend beschreibt, dann diesen. Die Gruppe um Steve Naghavi erfindet sich mit jedem ihrer Alben neu, und schafft es trotzdem, immer unverkennbar nach And One zu klingen. Zwischen den Eckpfeilern Electronic Body Music und Pop wird jeder Song zu einem neuen Abenteuer – mal sperrig, mal ein sicherer Kandidat für die Charts.
    Nun stehen die Zeichen auf „Bodypop“ … und kaum ein Albumtitel könnte das musikalische Universum von And One besser umschreiben: direkt, lasziv, provokant … ein gnadenloses Tanzkommando oder ganz großes Kino: sie beherrschen beides. Ein Blatt vor den Mund genommen haben Naghavi und Co. noch nie. Sei es im Lustigen oder im Ernsten: And One lieben es, zu provozieren und zu polarisieren, und schaffen es dabei, trotzdem immer so charmant und frech zu bleiben, dass man ihnen alles durchgehen lässt.
  • Cinema Strange
    Die kalifornische Band um die Brüder Daniel und Michael Ribiat ist mit ihrem Musikstil irgendwo zwischen Death Rock und Gothic Punk anzusiedeln. Lange Zeit galten Cinema Strange als Geheimtip, vor allem in der amerikanischen Szene.
  • Clan of Xymox
    1984 gingen Clan Of Xymox aus der niederländischen Hausbesetzerszene hervor, in den 1980er Jahren zählte die Formation zu den bedeutendsten Vertretern im Dark-Wave-Umfeld. Nachdem es für einige Zeit ruhiger um die Band wurde, feierte man 1997 ein großes Comeback. Seit diesem Zeitpunkt weist die Xymox’sche Musik auch Elemente des Future Pop auf, die in der Szene auf deutlichen Anklang stießen.
  • Diary of Dreams
    Mit der Formation um den charismatischen Mastermind Adrian Hates wird den Fans hier ein ebenso tiefgründiger wie melodischer Act geboten. Im Vordergrund des Auftrittes werden hier die Stücke des aktuellen Albums N43 stehen, die eher düster-melancholisch gehalten sind und ein Erlebnis bieten werden, das unter die Haut geht.
  • Eisbrecher
    Für etwas wohltuende Abkühlung beim (hoffentlich!) heißen Sommerwetter während des Amphi-Festivals sorgen die Jungs von Eisbrecher mit ihrem Sound der Neuen Deutschen Härte.
    Ex-Megaherz-Mastermind Alexx Wesselsky und der ebenfalls ehemals bei Megaherz beheimatete Noel Pix riefen die Band im Jahre 2003 ins Leben. Zur aktuellen Besetzung zählen zudem Jürgen Plangger an der Gitarre, Schlagzeuger René Greil, Maximilian „Maximator“ Schauer am Keyboard sowie Bassist Martin Motnik.
  • Das Ich
    Das Ich – das sind Thomas Ackermann, Bruno Kramm und Stefan Siegl. Wer mit tiefgehenden, deutschsprachigen Texten und elektronisch-sinfonischer Umsetzung etwas anfangen kann, für den sind Das Ich definitiv das Richtige. Eine eindrucksvolle Show ist garantiert.
  • Die Krupps
    Die Krupps haben seit ihrer Gründung durch Jürgen Engler und Bernward Malaka im Jahre 1980 sehr viel Einfluss auf die deutsche, aber auch die internationale Elektronik-/Industrial-Szene gehabt. War die Musik der Krupps zu Beginn noch eine Mischung von maschinellen – Schlagzeug, Bass, Sequenzen – und „Free“-Elementen (Gitarre, Saxophon), die den Arbeiteralltag in einer Stahlfabrik nachempfanden, dominierte ab dem zweiten Longplayer „Volle Kraft voraus!“ der maschinelle Aspekt (Synthesizer-Sequenzen) in Verbindung mit agitatorischen Vocals. Dieses Album und insbesondere die Single „Wahre Arbeit – Wahrer Lohn“ beeinflusste die Entstehung der Electronic Body Music wesentlich.
  • L‘Âme Immortelle
    Die Formation L‘Âme Immortelle zählt zu denjenigen Bands, die einen großen Einfluss insbesondere auf die deutsche Szene haben. 1996 von Thomas Rainer und Hans Medewitsch gegründet, bestehen L‘Âme Immortelle – zu deutsch: die unsterbliche Seele – aus Thomas Rainer (Keyboard, Gesang) und Sängerin Sonja Kraushofer.
  • Lacrimas Profundere
    „Nomen est omen“, der Name ist Programm: die Rocker von Lacrimas Profundere („Tränen vergießen“) bezeichnen ihre emotionalen, traurigen Stücke selber als „Rock‘n Sad“. Durchaus passend. Irgendwo zwischen Gothic, Rock und Doom Metal ist der Profunder’sche Musikstil anzusiedeln und stellt somit die perfekte musikalische Untermalung für gefühlvolle Momente dar.
  • Letzte Instanz
    Die Jungs von der Letzten Instanz stehen seit nunmehr 12 Jahren für aussagekräftige, mitreißende Songs, die sich auf keinen bestimmten Stil festnageln lassen und dennoch immer den unverkennbaren Letzte Instanz-Stempel tragen.
    Von Platte zu Platte ist immer eine deutliche Entwicklung querbeet durch alle Stilschubladen zun beobachten, von eher mittelalter-rockig über Rap und Ausflüge in die Technowelt („Geigenschüler“) bis hin zu einem nu-metallischen Crossover-Mix.
    Vor gut einem Jahr, im Frühjah 2007, ist mit „Ihr seid Gold“ das neuste Werk der Götter auf Abruf in die Plattenläden gekommen.
    Nach diversen Änderungen innerhalb der Band besteht das Line-Up nun aus Sänger Holly, seinem Namensvetter Holly D. (Akustikgitarre, Gesang), Oli an der E-Gitarre, M. Stolz mit seiner Violine, Bassist Michael Ende, Benni Cellini (Cello) sowie Schlagzeuger Specki T.D.
  • The LoveCrave
    Südländisches Temperament lassen die vier Italiener von The LoveCrave in ihre Werke miteinfließen. TLC besteht aus 2 sehr erfahrenen und professionellen Rockmusikern aus Mailand und zwei sehr guten Freunden aus Venedig, die sich in Mailand zusammen fanden, um Musik zu machen.
    Das Quartett merkte bereits bei den allerersten Proben, dass sie in der Lage waren, einen musikalischen Zaubertrank von äußerst explosiver Energie herzustellen, der den Zuhörer bereits beim ersten Hören der Stücke wie ein dichter Nebel die Stadt Venedig umgibt und das Hörerherz –völlig in Musik gehüllt- höher schlagen lässt. Dies ist sicherlich den weitläufigen Erfahrungen und den weit gestreuten, künstlerischen Einflüssen zu verdanken, aus denen The LoveCrave schöpfen dürfen. Um den nie erreichten, absolut perfekten Sound zu kreieren, schrecken die vier Italiener auch nicht vor nächtelangen Sessions und Experimenten im Studio zurück und würden hierfür gar ihr letztes Hemd geben, nur um möglichst nahe dran zu sein am perfekten Sound.
  • Mediaeval Baebes
    “Unser aktuelles Album‚ Mirabilis, handelt von Verzauberung,” schnurrt Katharine Blake, ein Gründungsmitglied der Mediaeval Baebes. “Es geht um seltsame Kreaturen, die Männer und Frauen in ihre Feenwelt locken. Genau wie die Baebes – wir locken die Zuhörer in unsere Welt. Und eines ist garantiert: sie werden danach nicht mehr dieselben sein.”
    Die Baebes singen auf dem Album in verschiedenen Sprachen, unter anderem in mittelalterlichem Englisch und Italienisch, einer keltischen Mundart (Manx), in Kornisch (der Sprache Cornwalls), Latein und in der schwedischen Sprache des 18. Jahrhunderts. Die Lieder reichen von der Aufgeregtheit des galoppierenden Schlagzeugrhythmus auf “All For the Love of One” über die verwirrend gespenstischen Klänge von “Lhiannon Shee,” einer Ballade über einen Mann, der gequält wird von seiner Vorliebe für übernatürliche Vergnügen bis hin zum Elizabethanischen Gedicht “Scarborough Fayre,” das als Hit für Simon & Garfunkel in die Analen Der Musikgeschichte Einzug hielt.
  • Project Pitchfork
    Die Hamburger Synth-Rocker um Sänger Peter Spilles und Keyboarder Dirk Scheuber zählen seit langem zu den Größen im Synthrock-Bereich. Spiritualität und Rationalität heißen die beiden Themen, um die Project Pitchfork textlich kreisen: ihre Intention ist es, den Hörer zum Nachdenken und Rückbesinnen auf sich selbst anzuregen.
  • Soko Friedhof
    Beißende Satire und (Elektro-) Hits der Spitzenklasse:
    „Ich bin ein blutrünstiges Mädchen“ – der „Über-Disco-Hit“ der Soko Friedhof von 2005 kam (fast) über Nacht. Genreübergreifend vom Emo-Mädchen zum Gothicgirl pfiffen ihn „die Musikfans“ von den Dächern und bescherten der bis dato als reines „Krack-Elektro-Projekt“ bekannten Band einen enormen Bekanntheitsschub.
    Doch drehen wir die Uhr zurück:
    1999 vom Musiker & Autor David A. Line (Untoten u.a.) und DJ Demian gegründet, machte man sich nicht viel aus den „Spielregeln“, welche auch die Gothicszene beherrschen. So hielt sich das Projekt fast gänzlich aus Szene-Magazinen heraus, gab kaum Interviews und auch bei Live-Shows hielt man sich eher „bedeckt“. Bei Soko wollte man sich „auskotzen“, ohne wenn und aber und ohne Kompromisse und tut dies noch immer (!) doch ungleich erfolgreicher.
    2004 folgt die erste exklusive Live-Show. Soko Friedhof spielen in der Agra-Halle des WGT-Festivals und begeistern! Ihre bizarre Show, bevölkert von tanzenden Krankenschwestern und Nonnen, zieht das Publikum in ihren Bann, trotz „LMAA“-Attitüde. Oder gerade deswegen?
    Die Armee der blutrünstigen Mädchen – mit ihrem neuesten Album „Klingeltöne Satans“ kehrt die Soko Friedhof nun zurück!
  • Spectra*Paris
    Elena Alice Fossi, Co-Leader von Kirlian Camera, hat eine brandneues Projekt ins Leben gerufen: SPECTRA*Paris. Stilvolle noir-glam Atmosphäre, Echos von Kraftwerk/Roxy Music/Human League, kombiniert mit futuristischen Techno-Rock Strategien, röhrenden tech-Gitarren und erotisch-mörderischen Alpträumen, Hitchcocks Filmmusik trifft den Geist von Donnie Darko in einer “schicken” Folge von “Blade Runner”, gefilmt in einer unerwartet nächtlichen Paris… all dies wird vermischt mit den zynisch lustigen Komikbildern, die in den letzten Monaten durch Elena lebendig wurden.
  • Spiritual Front
    Mit glühenden Balladen, den Elementen von „Mafia-Folk“, Ennio Morricone und Nick Cave, raffiniert gemischt mit einem Schuss Rock`n´Roll Spirit, hat sich die italienische Band Spiritual Front gemütlich zwischen den verschiedenen Musikstilen eingenistet.
    Was einmal als eine Mischung aus Acoustic Pop und Free-style Folk begann, hat sich schnell zu einem charismatischen Live Act entwickelt. Mit ihrer außergewöhnlichen Vision von „Suicide Pop“ sind Spiritual Front gerade dabei, das Musikgeschäft zu erstaunen.
    Unterstützt werden sie auf ihrem Album „Armageddon Gigòlo“ von Musikern des Ennio Morricone Orchesters. Die Musik kombiniert geschickt Western- und Gangsterfilm-Atmosphäre mit der Aura der größten Entertainer. So entsteht eine der außergewöhnlichsten und zugleich authentischsten Mixturen dieses Genres.
    Das Ergebnis ist Musik für die anarchistische Jugend der Zukunft, inspiriert von dem Geist der Vergangenheit. Vibrierende Gitarren-Riffs, gezielte Pianoakkorde, herzzerreißende Strings und eine subtile, akustische Gitarre unterstützen ausdrucksstarke, englische Texte. Spiritual Front ist Musik für die Rebellen und die Machos unserer Zeit, (die ein weiches Herz haben).
  • Suicide Commando
    Suicide Commando ist das Ein-Mann-Projekt des Belgiers Johan van Roy. Seit der Bandgründung im Jahr 1986 veröffentlichte Suicide Commando unzählige EBM- und Industrial-Hits wie zum Beispiel „See You in Hell“, „Hellraiser“ oder „Dein Herz, Meine Gier“ – um nur Einige zu nennen.

Honey von Welle: Erdball und Jens von Funker Vogt werden das Programm moderieren.

An beiden Tagen wird das Festival um 10 Uhr vormittags beginnen, um jeweils zwei Stunden später die ersten Künstler auf der Bühne zu begrüßen.
Ein weiterer Vorbericht mit Infos zu den einzelnen Interpreten sowie den genauen Uhrzeiten der Auftritte folgt, sobald diese feststehen! 🙂

Weitere Infos und Tickets erhaltet ihr unter amphi-festival.de

 

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