Bericht: Simon Hönscheid  |  Fotos: Simon Hönscheid  |  Kategorie: Festivalberichte  |  

Am 11. August 2011 lud Mercedes-Benz zum 125 Jährigen Firmenjubiläum im Rahmen der Stuttgarter Sternstunden The Words, 30 Seconds to Mars und Placebo zum Konzert, sowie 35.000 Zuschauer zum Mitfeiern auf dem Schlossplatz in Stuttgart ein.

Nachdem gegen 16 Uhr der Einlass begann und sich das Gelände zügig füllte, fiel uns schnell das gelungene Sicherheitskonzept ins Auge:
Der Bereich vor der Bühne war seperat abgetrennt und die 5000 die ihn betreten durften (wer zuerst kommt, malt zuerst), bekamen ein Band und konnten den Bereich so jeder Zeit wieder betreten und verlassen. So war sicher gestellt das es kein übermäßiges Gedränge vor der Bühne gab und eine evtl. stattfindende Evakuierung geordnet stattfinden konnte. Die restlichen Besucher fanden hinter der Absperrung noch genug Platz. Die Notausgänge waren ebenfalls gut sichtbar ausgewiesen und in ausreichender Zahl vorhanden.

The Words

Den Einstand gaben gegen 17:20 Uhr „The Words“ aus Großbritannien und hatten damit die manchmal etwas undankbare Aufgabe das Publkum anzuheizen. Nicht aber so in Stuttgart. Das Publikum war geduldig mit den Newcomern aus England, die es sichtlich genossen vor so großem Publikum zu spielen. Während dem Auftritt fiel leider zum ersten mal der Sound negativ auf. Hinter der Absicherung des vorderen Bereichs war der Sound sehr gedämpft was nicht zuletzt an dem großen Geräteturm für Ton und Lichttechnik lag, der einiges an Schall schluckte.

30 Seconds To Mars

Nach dem Umbau, betraten um 18:20 30 Seconds To Mars die Bühne. Jared Leto war in eine Art Gewand gekleidet und wurde vom jugendlichen Publikum in den vorderen Reihen mit lautem Kreischen empfangen. Der Opener „A Beautiful Lie“ war sehr kraftvoll und machte Freude auf mehr – nichts destotrotz blieb es leider genau dabei, nicht erfüllte Erwartungen. Jared Leto betrieb mehr als nur ein wenig Kommuniktion, teilweise hatte ich leider das Gefühl zugetextet zu werden. Teilweise ging es so weit das Jared Leto mitten im lied unterbrach und anfing irgendwas zu erzählen. Von Solokonzerten weiss ich das 30 Seconds To Mars deutlich mehr zu bieten haben, aber das war definitiv enttäuschend.

Tracklist

  1. A Beautiful Lie
  2. Attack
  3. Search And Destroy
  4. Vox Populi
  5. This Is War
  6. L490
  7. Hurricane (Acoustic)
  8. The Kill (Acoustic)
  9. Closer To The Edge
  10. Night Of The Hunter
  11. Kings And Queens

Placebo

Placebo gelang von Anfang an das, was 30 Seconds To Mars nicht geschafft hatten. Als die Engländer gegen 20:30 die Bühne betraten, zogen Sie das Publikum, egal ob jung oder alt, in ihren Bann. Die Stimmung auf dem Schlossplatz war großartig! In der hereinbrechenden Dämmerung kam die Lichtshow richtig gut zur Geltung und auch der Sound war auch aufeinmal wesentlich besser. Placebo spielten echt in Hochform und führten so das Publikum durch die komplette Bandgeschichte. Zudem spielten Sie mit „Running Up That Hill“ und „All Apologies“ zwei Coversongs, wovon sie den letzten Amy Winehouse widmeten. Es war eine Freude ihnen zuzusehen und das sah man auch dem Publikum an. Viele Gesichter leuchteten, ja glühten förmlich. So machten Placebo dem Namen „Stuttgarter Sternstunden“ alle Ehre und erleuchteten Ohren, Augen und Herzen aller Anwesenden. Definitiv ein Konzert das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Tracklist

  1. For What It’s Worth
  2. Ashtray Heart
  3. Soulmates Never Die
  4. Bright Lights
  5. Follow The Cops Back Home
  6. Every You Every Me
  7. Special Needs
  8. Breathe Underwater
  9. All Apologies (Coverversion NIRVANA)
  10. Meds
  11. Teenage Angst
  12. Song To Say Goodbye
  13. The Bitter End
  14. Trigger Happy Hands
  15. Post Blue
  16. Infra-Red
  17. Taste in Men

Konzertfotos

 

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