Bericht: Diana Dittrich  |  Fotos: Simon Hönscheid  |  Kategorie: Konzertberichte  |  

„Wir sind allein, über Millionen Sterne, wenn wir zusammen scheinen, könn‘ wir die Welt erhellen….“
Getreu diesem Motto trafen sich zahlreiche Fans der Letzten Instanz am 02. April, um mit ihren Idolen das neue Album zu feiern.
Bevor jedoch die sieben Musiker die Bühne betraten, sorgte die Vorband Van Canto für einen gelungenen Start in den Abend.
Die fünf Herrn haben sich mit ihrer Sängerin Inga Scharf das Ziel gesetzt, feinsten Metal a capella zu singen, einziges Hilfsmittel hierfür ist ein Schlagzeug, doch ich bin mir fast sicher, dass auch dieses früher oder später gegen die eigene Stimme ausgetauscht werden.
Gänsehaut bereiten sie einem aber besonders bei „The Bard’s Song“ wie ich finde.
Handelt es sich dabei doch nicht um ein Cover im eigendlichen Sinne, sondern um eine „Wiedergeburt“ im neuen Gewand.

Leider bekamen wir von diesem gelungenen Start in den Abend nicht allzuviel mit, da wir lange mit der Parkplatzsuche beschäftigt waren.
(Empfehlung für künftige Konerte in der Kulturkirche zu Köln: besser mit Öffentlichen fahren, da es in dem virtel in dem sich die Kirche befindet, kaum Parkplätze gibt.)

Nach einer Umbaupause die nicht wesentlich länger verlief, wie sonst üblich, war es dann soweit: Das Septett rund um Sänger Holly betrat die Bühne und rockte mit „Mea Culpa“ und „Engel“ direkt so richtig los. Und auch die Fans waren schon bei den ersten Klängen der Letzten Instanz kaum mehr zu halten. Doch bewiesen die Fans wieder einmal wie erstaunlich Textsicher sie sind.
Selbst die Songs der neuen Platte wurden mit mehr oder weniger frenetischem Eifer mitgesungen.

Besonders erwähnt werden muss hier aber auch noch der besondere Rahmen den die Kulturkirche akkustisch und optisch bot und damit das Konzert zu etwas ganz Besonderem werden ließ.
Die Lichttechniker ließen es sich nicht nehmen der Show einen passenden farblichen Anstrich zu verleihen und so Bühne, Musiker und Location ins rechte Licht zu rücken.
Weiter gerockt wurde mit „Flucht ins Glück“, „Tanz“ und „Maskenball“ welche von Holly humorvoll angekündigt wurden. Nach „Ohne Dich“ lobte Holly dann das Kölner Eis, welches man an einem so schönen und warmen Frühlingstag umbedingt genießen müsse, doch so warnte er, bekäme man von zu viel eis ein „Eisherz“ und so spielten die sieben Musiker weiter auf.

Das Kirchenschiff bebte. Besonders Lieder wie „Das schönste Lied der Welt“ und „Das Stimmlein“ schlugen ein wie eine Bombe. Es wurde getanzt und gepogt, sodass die Zeit wie im Fluge verging. Nach „Feuer“ verschwand die Band von der Bühne um kurz darauf mit „Ganz oder gar nicht“, „Kalter Glanz“ und „Mein Todestag“ den Fans weiter einzuheizen. Nach „Rapunzel“ verließ die Band erneut die Bühne. Das Publikum hatte jedoch noch lange nicht genug, Wo blieb den das allen bekannte „Wir Sind Allein“. Mit dem Sprechgesang: „Blut, Blut, Räuber saufen Blut…“ versuchten sie die musiker wieder auf die Bühne zu bekommen.

Falsche Band?! Das fragte sich auch Hollyals er mit seinen Mannen die Bühne erneut betrat und „Wir Sind Allein“ zum besten gab.
Abgeschlossen wurde der gelungene Abend dann doch vom „Sandmann“ mit dem die Band ihre Fans in die Nacht entließ.

Wer wollte konnte auch noch mit seinen idolen einen trinken, wir jedoch verließen den Ort des Geschehens, jedoch nicht ohne eine Menge Eindrücke mitgenommen zu haben.
„…sind wir auch klein, sieht man uns doch von Ferne, wenn wir zusammen scheinen, können wir die Welt erhellen….“

Setlist

  1. Mea Culpa
  2. Engel
  3. Flucht ins Glück
  4. Tanz
  5. Maskenball
  6. Ohne Dich
  7. Eisherz
  8. Dein Licht
  9. Vollmond
  10. Kopfkino
  11. Unerreicht
  12. Sonne
  13. Traumlos
  14. Monument der Stille
  15. Jeden Morgen
  16. Das schönste Lied der Welt
  17. Finsternis
  18. Komm!
  19. Die Eine
  20. Stimmlein
  21. Feuer
    —–
  22. Ganz oder gar nicht
  23. Kalter Glanz
  24. Mein Todestag
  25. Rapunzel
    —–
  26. Wir sind allein
  27. Sandmann

Konzertfotos

 

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