Bericht: Diana Dittrich  |  Fotos: Simon Hönscheid  |  Kategorie: Konzertberichte  |  

Am 9. Januar diesen Jahres erschien es: „Sports Days at Killaloe“, das neue Album von Fiddler’s Green. Doch Fiddler’s Green wären nicht Fiddler’s Green, wenn es nicht auch direkt mit den neuen Liedern auf Tour gehen würde. Und so kommt es, dass die sechs Musiker am 22. Januar 2009 in Köln, in der Live Music Hall, zu Besuch waren. Und um nicht alleine auf dieser großen Bühne zu stehen, haben die Sechs sich Verstärkung aus Bayern mitgebracht, die das Publikum so richtig in Stimmung bringen sollte.

Kellner

Die Supportband dieses vielversprechenden Abends waren Kellner, einer bayrischen Band, die ihre Lieder selber schreiben und so richtig Spaß an ihrem Tun haben. Das merkt man so richtig an ihrer Musik, die zwar relativ ruhig ist, bei der aber trotzdem gute Laune vorprogrammiert ist.
Kaum auf der Bühne angekommen, begrüßten Mathias Kellner (Gesang und Gitarre) und Sprenge (Gitarre) das Publikum mit einem ziemlich ausgeprägten bayrischen Dialekt. Doch wer nun denkt, Kellner würden bayrische Volksmusik spielen, der irrt sich gewaltig. Ihre Musik ist vielmehr eine Mischung aus Simon & Garfunkel und Staind, doch was ihre Musik so unvergesslich macht, ist vor allem die Stimme des Sängers.
Und auch dem Publikum schien die Musik der Bayern zu gefallen. So dauerte es nicht lange, dass das gesamte Publikum mitmachte, wenn Sänger Mathias Kellner es dazu aufforderte. Beispielsweise beim Song „Zombie Attack“, wo die Aufforderung kam, wie ein Zombie zu grunzen.
Die Einleitungen der einzelnen Songs waren sehr lustig verpackt und es machte Laune ihnen zu zuhören. Nach 40 Minuten war ihr Auftritt aber leider schon vorbei, doch wurde dieser mit einem herzlichen und wohlwollenden Applaus des Publikums bedacht.
Playliste

  • Rich Man
  • Pidgeons
  • Werewolves
  • Bees in my head
  • Poor Man
  • Zombie Attack
  • Infidels
  • Oh Why
  • Cannibal

Fiddler’s Green

Getreu dem Motto des neuen Albums „Sports Days at Killaloe“ war auch die Bühne ganz im Zeichen des Sportes gekennzeichnet. So war das Podest des Schlagzeugers beispielsweise mit grünem Teppich verkleidet, in den Ecken, weiße Markierungen und im Hintergrund ein Pokal, ganz so, wie ein Fußballfeld.
Doch anstatt einfach auf die Bühne zu kommen und mit der Show zu beginnen, wie es die meisten Bands machen, begannen Fiddler’s Green lieber aus dem Off. Die Bühne wurde in blaues Licht getaucht und Nebel waberte über die Bühne, Fiddler’s Green sang von hinter der Bühne. Um das sportliche Match anzukündigen, kündigte „der Gehörnte“ dies lautstark durchs Mikrofon an. Und wie auf Kommando liefen auch Fiddlers Green ein, fast wie bei einem echten Wettkampf.
Ohne groß zu zögern griffen die sechs Musiker sogleich zu ihren Instrumenten und begannen in einem atemberaubenden Tempo zu musizieren und auch das Publikum ließ sich sofort mitreißen, sodass der Saal innerhalb kürzester Zeit zu beben begann. Die älteren Songs wurden fast ohne Ausnahme mitgesungen und auch die meisten Refrains des neuen Albums waren bekannt und wurden somit genauso toll mitgesungen, wie die älteren Lieder.
Genauso schnell, wie Fiddler’s Green teilweise in ihren Songs singen, so schnell zogen sie auch ihre Show ab, ohne große Pause zum Verschnaufen oder der Gleichen, sie machten einfach nur Stimmung und davon jede Menge. Dabei ließen sie dem Publikum gerade so viel Zeit, damit sie sich in den langsameren Songs, die sich ab und an mit den schnellen Stücken abwechselten, ein wenig ausruhen konnten, um danach wieder voll aufzudrehen. Und genau dies ließ sich das Publikum nicht zweimal sagen, denn dieses tanzte und pogte fleißig mit.
Bei einigen Stücken holten sich die Künstler auch mal Verstärkung auf die Bühne. So wurden beim Song „Shut up and Dance“ Fans auf die Bühne geholt, die ein T-Shirt mit der Aufschrift „Halts Maul und tanz“ oder „Shut up and Dance“ um Fiddler’s Green bei diesem Song zu begleiten. Aber damit die Fans, die dieses Shirt nicht trugen, nicht hinten anstehen mussten, wurden auch einige von ihnen auf die Bühne geholt.
Ein anderes Mal verkündete Sänger Albi, dass ihm zu Ohren gekommen sei, dass sich im Publikum ein Geburtstagskind befände, was er nun auf die Bühne bitten würde. Dieses kam auch und bekam die Aufgabe, auf den Händen der Fans zu einer der Bars zu diven und drei Biere von dort auf die Bühne zu bringen. Dies gelang ihm auch und so trank er mit dem Sänger und dem „Gehörnten“ auf der Bühne ein Bier.
Irgendwann hat dann aber doch leider jedes Konzert sein Ende und so war es auch bei diesem. Nach über zwei Stunden Performance verabschiedeten sich die Sportler von Fiddler’s Green von ihren Fans und verließen das Spielfeld. Doch wie nicht anders zu erwarten, ging es in die Verlängerung. Diese Verlängerung nutzte Sänger Albi um sein Soloprojekt vorzustellen. Ganz untypisch, zu den schnellen Songs der Band, wirkten seine Songs ruhig, nur mit einer Gitarre saß er da und zupfte sacht. Ein wenig Ruhe nach dem großen Spiel.
Wir aber verabschiedeten uns währenddessen vom Spielfeld und zogen in die Nacht hinaus um den Heimweg anzutreten. Das Spiel haben sie eindeutig gewonnen, die Spieler von Fiddler’s Green.
Playlist Fiddler’s Green

  • Intro
  • Life Full of Pain
  • Sporting Day
  • Marie’s Wedding
  • Empty Pockets
  • Highland Road
  • Bold O‘ Donahue
  • Weavers Reel
  • Change
  • Drive Me Mad>/li>
  • Bottom Of Our Glass
  • Captain Song
  • Down By The Hillside
  • Rise In The Heather
  • The Night Pat Murphy Died
  • This Old Man
  • Folk’s Not Daed
  • Once In A While
  • Rocky Road To Dublin
  • Bretonix
  • Mrs Mc Grath
  • The Creel
  • Shut Up And Dance
  • Bugger Off
  • _____________________

  • Pull‘n (Solo von Albi)
  • Irish Air (Solo von Albi)
  • Bonny Ship The Diamond
  • Blarney Roses

Konzertfotos

 

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