Bericht: Anne Mühlbauer  |  Fotos: Simon Hönscheid  |  Kategorie: Konzertberichte  |  

Auf das Erscheinen des neusten Werkes aus der Feder des Adrian Hates, „Nekrolog 43″, lassen die vier Herren von Diary Of Dreams nun ihre Europatournee folgen.

Im Zeitraum von November 2007 bis einschließlich Mai 2008 reist man durch Deutschland, Polen, die Niederlande, Belgien, Dänemark und Spanien und wird sowohl die neuen Songs, als auch einige liebgewonnene ältere Klassiker zum Besten geben.

Eher melancholisch und düster gehalten sind die dreizehn Stücke auf „Nekrolog 43″, und diese Atmosphäre holen Adrian Hates, Gaun:A, D.N.S und Taste auch gelungen mit auf die Bühne.

Gleich einem aufgeschlagenen Tagebuch, in dessen Seiten man blättert und dabei die Emotionen vergangener Tage erneut durchlebt und somit verarbeitet, lag der Abend des 24. Januars vor uns, an dem Diary Of Dreams Station in der Kölner Live Music Hall machten.

Noyce TM

Bevor Herr Hates und die Seinen jedoch loslegten, sorgten die Jungs von Noyce TM für die musikalische Eröffnung des Abends.

Sicherlich haben die drei Düsseldorfer mit ihrer Mischung aus Elektro und New Wave das Rad nicht neu erfunden, dennoch präsentierten sie einige eingängige Stücke, die das Publikum durchaus bereitwillig aufnahm – wenngleich der zündende Funke nicht so recht überspringen wollte.

Dies mag vielleicht auch an den technischen Problemen gelegen haben, mit denen man zwischendurch zu kämpfen hatte, sowie an einer etwas unglücklichen Zeitplanung, aufgrund derer einige gerade der populärsten Stücke ausfallen mussten.

Dadurch allerdings war dafür gesorgt, dass Diary Of Dreams pünktlich um neun Uhr beginnen konnten.

Diary Of Dreams

Gehüllt in schummrig-bläuliches Licht mit viel Nebel, ließ die Bühne zunächst nur dunkle, in Kapuzengewänder gehüllte Schemen erkennen, die das gleichnamige erste Stück von „Nekrolog 43″ rezitierten – Gänsehautstimmung pur.

Hernach legte man die Gewänder allerdings ab, sorgte für ein wenig mehr und farbenfroheres Licht und begann, die mittlerweile zahlreich anwesenden Fans durch ein gefühlvolles Spektrum an Songs zu führen.
Nebst einigen Stücken der aktuellen Platte präsentierte man hierbei auch diverse ältere Werke, wobei sich die einzelnen Stücke atmosphärisch passend aneinanderreihten und das Publikum sanft von einem Gedankengang, einer Emotion zur nächsten begleiteten.

Der Höhepunkt des Abends war sicherlich zu dem Zeitpunkt erreicht, da die ersten Takte von „Traumtänzer“ erklangen und die Fans vollends in der Musik schwelgten. Stellenweise überließ Herr Hates diesen dann auch den Gesangspart und richtete das Mikrofon auf den Refrain, der voller Inbrunst aus mehreren hundert Kehlen erscholl und für eine grandiose Stimmung sorgte.

Gegen Ende des Auftrittes warteten Diary Of Dreams mit einer akustischen Zugabe auf, bei der Adrian eine Konzertgitarre zur Hand nahm und man „The Curse“ intonierte, gefolgt von „Giftraum“ und „She and her Darkness“. Hier ließe sich streiten, ob diese rein akustische Darbietung den Songs wirklich gut tat oder sie doch eher etwas in ihrer Ausdruckskraft beschnitt – fest steht, dass Herr Hates und die Seinen uns einen insgesamt sehr stimmungsvollen, verträumten Abend beschert hatten.

Im Rahmen unseres Diary Of Dreams-Specials auf lichtreflexe.net werden alsbald ein weiterer Konzertbericht über den Auftritt am 10. Februar in Essen sowie weitere Informationen über die Band folgen; parallel dazu findet unsere Verlosung von 5 Diary Of Dreams-Singles statt.

Konzertfotos

 

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