Bericht: Diana Dittrich  |  Fotos: Simon Hönscheid  |  Kategorie: Festival-Vorberichte  |  

Am 25. Dezember 2008 findet wieder das traditionelle Dark-Storm-Festival statt. Veranstaltungsort ist dieses Jahr, wie auch in den letzten drei Jahren, die Stadthalle in Chemnitz. Es ist dieses Jahr das zwölfte Mal, dass dieses Festival dafür sorgt, dass für jeden dunklen Musikgeschmack was dabei ist: von Mittelalter, Goth Rock, über Metal, bis hin zu Future Pop und EBM.
So treten am 1. Weihnachtstag And One, Unheilig, Covenant, Diary of Dreams, Cremetory, Tanzwut, Absolute Body Control, Roter Sand und Painbastard in Chemnitz auf.

And One
Die Musik von And One lässt sich im Bereich Synthie Pop einordnen, mit Elementen von EBM. Die Band gründete sich bereits Ende der Achtziger um Steve Naghavi (Gesang, Musik). Mit jedem veröffentlichten Album haben And One sich neu erfunden, ohne jedoch nicht unverkennbar nach And One zu klingen. Sie nehmen in ihren Texten kein Blatt vor den Mund, lieben es zu provozieren, schaffen es jedoch darüber hinaus charmant zu bleiben. So ist jedes Lied in gewisser Weise ein neues Abenteuer. Ihr aktuellstes Album heißt Bodycontrol 1 ½ und ist im Dezember 2007 erschienen.

Unheilig
Ich schenk‘ euch meinen Traum – Vorhang auf. So präsentiert sich Unheilig auf seiner Homepage. 2008 veröffentlichte Unheilig ihr neustes Album „Puppenspieler“, das bass-, beat- und gitarrenlastige Lieder und atemberaubende, emotional aufrichtige Balladen vereint. Stilistisch bewegt sich Unheilig zwischen ruhigen Balladen und Goth Rock, wobei die Wurzeln im Synth Rock liegen.

Covenant
Seit nunmehr über zwanzig Jahren bescheren die schwedischen Future Popper von Covenant der Szene immer wieder neue Hits: gegründet wurde die Band 1986 von Joakim Montelius, Clas Nachmanson und Eskil Simonsson, der erste Album – „Dreams Of Cryotank“ – veröffentlichte man jedoch erst acht Jahre später
Von da an sollte es mit der Karriere der Band stetig bergauf gehen: zahlreiche Singles, Alben und Touren folgten. Clas Nachmanson verließ Covenant schließlich vor kurzem aus persönlichen Gründen. An seine Stelle trat Daniel Myer, den man bereits von Haujobb her kennt.
Zuletzt erschien 2007 mit der „In Transit“-DVD eine Dokumentation über die „Skyshaper“-Tour von 2005, auf der den Fans Einblicke in das Leben der Musiker gewährt werden. Songs wie „Call All Ships To Port“ oder „Deadstars“ sind aus den Playlists der Clubs mittlerweile ebensowenig wegzudenken wie das unvergessliche „20 Hz“.

Diary of Dreams
Mit der Formation um den charismatischen Mastermind Adrian Hates wird den Fans hier ein ebenso tiefgründiger wie melodischer Act geboten. Im Vordergrund des Auftrittes werden hier die Stücke des aktuellen Albums N43 stehen, die eher düster-melancholisch gehalten sind und ein Erlebnis bieten werden, das unter die Haut geht.
Mehr zu Diary of Dreams findet ihr hier:
Diary of Dreams I
Diary of Dreams II

Cremetory
Die Band Cremetory gründete sich Anfang der Neunziger um den Drummer Markus Jüllich und den Gitarristen Lothar „Lotte“ Först. Musikalisch kann man sie dem Metal oder dem Gothic-Metal zuordnen. Ihren Durchbruch schafften sie 1995 mit ihrem dritten Album „Illusions“, zehn weitere Alben folgten bis heute. Momentan schreibt die Band an ihrem neuen Album, das den Titel „Pray“ tragen soll und ab Februar 2009 zu kaufen sein wird. Dieses soll ganz im Zeichen der Schlagworte „Gothic-Metal“ und „Back to Roots“ stehen.

Tanzwut
Tanzwut gründete sich 1999 in Berlin und ist das elektronisch verstärkte Alter Ego der mittelalterlichen Band Corvus Corax. Stilistisch kann man Tanzwut schwer in eine Schublade stecken, da sie sowohl harte elektronische Klänge, die dem Industrial alle Ehre machen, als auch Bass und Schlagzeug benutzen, die für den maßgeblichen Rock und bisweilen auch für einen gewissen Metal-Faktor sorgen. Ganz neben bei versprühen ihre Dudelsäcke einen ganz besonderen, mittelalterlichen Flair. Markenzeichen dieser Band ist das Mitglied „Teufel“, der zwei Teufelshörner auf seiner Glatze trägt.

Absolute Body Control
Absolute Body Control ist ein elektronisches Musikprojekt aus Belgien. Gegründet wurde es Anfang der Achtziger von Dirk Ives (Synthesizer, Gesang), seit 1981 ist Eric van Wontherghem nach einigen Wechseln Dirks musikalischer Partner. 1993 veröffentlichten sie ihre erste und einzige CD mit dem Titel „Eat This“.

Rotersand
Das Trio besteht aus Rasc, Krischan und Gun; allesamt Profimusiker aus unterschiedlichen musikalischen Bereichen und mit vielschichtigem Background.
Nachdem man 2003 das Rotersand-Debütalbum “Truth Is Fanatic“ veröffentlicht hatte, offenbarte sich schnell, dass sich ihre scheinbar gegensätzlichen Talente sehr effektiv ergänzten. Rotersand wurden mit ihrer Mischung aus modernem, Club-kompatiblen Sound und solidem Songwriting zum “Newcomer des Jahres 2003 “ gekürt.
Die explosiven Livekonzerte und die Bühnenpräsenz von Sänger Rasc taten ihr übriges, um die Band schnell vom Geheimtipp in die Oberliga der Protagonisten von düsterem Elektro und Futurepop zu katapultieren. Eine Verortung, die die Stilistik von Rotersand allerdings nur unzureichend beschreibt, denn wie auch das 2005 erschienene Nachfolgealbum “Welcome To Goodbye“ bereits eindrücklich belegte, sind die Einflüsse der Band deutlich vielfältiger. Ihre mitreißend emotionalen Kompositionen sind gekleidet in ein changierendes aber immer unverwechselbares Soundgewand und verweisen klar auf ein weitverzweigtes Wurzelwerk in Klassik, Pop, Dance und Indie.

Painbastard
Die ersten musikalischen Gehversuche macht Alex P. („Painbastard“) 1995, als er sich einen Synthesizer kauft und anfängt zu experimentieren. Seine ersten Songs sind noch klassisch orientiert. Nachdem er seinem Equipment noch ein paar Effektgeräte für seine Stimme hinzugefügt hatte, entstanden die ersten CD-Aufnahmen. Mit seinem EBM-Sound hat sich Painbastard in der Szene etabliert und kann sich auch live behaupten.

Tickets bekommt ihr zum Preis von 28,95 € zzgl. VVK-Gebühren an allen bekannten VVK – Stellen im CTS, unter der Ticket-Hotline 0371/6945702 oder direkt unter www.darkstorm.de

Nähere Infos findet ihr auch auf der Seite www.darkstorm-festival.de

 

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