Bericht: Anne Mühlbauer  |  Fotos: Simon Hönscheid  |  Kategorie: Konzertberichte  |  

Der 11.11. ist in Köln ja nun nicht gerade ein Tag wie jeder andere – nichtsdestotrotz begingen wir an diesem närrischen Datum nicht den kölsche Karneval, sondern fanden uns in der neben dem Yard-Club gelegenen Kantine ein, würden doch die drei Mädels von Client auf ihrer Heartland-Tour dort Station machen.

Eröffnet wurde der Abend von der Vorband Marsheaux:

Marsheaux sind zwei junge Frauen aus Griechenland, die eingängigen, tanzbaren Electropop spielen und dazu im Duett singen.

Auch das Auge kommt nicht zu kurz: synchron gekleidet in enganliegende schwarze Kleider mit breiten, roten Gürteln, betraten Marianthi und Sophie die Bühne.

Der etwas eigenwillige Bandname setzt sich übrigens aus den Anfangssilben ihren beiden Vornamen zusammen. Unterstützung erhielten die beiden bei ihrem Auftritt durch zwei weitere Musiker an den Synthesizern. Beim Publikum kamen die insgesamt sieben Stücke ausgesprochen gut an – eine der Vorbands, bei denen man bedauert, wie kurz eine halbe Stunde doch ist.

Anschließend folgte die zweite Supportband der Tour: The Dance Inc. aus Hamburg.

Die drei jungen Musiker Jan Elbeshausen (Gesang und Gitarre), Stefan Paul Goetsch (Syntesizer, Keyboard, Bass) und Andre Frahm am Schlagzeug boten dem Publikum sieben Popsongs, sechs davon dem aktuellen „Legs and Arms“-Album entnommen.

Nach einer längeren Umbaupause war es dann endlich soweit: vom mittlerweile zahlreich erschienenen Publikum frenetisch begrüßt, betraten die drei Frauen von Client die Bühne.

Sowohl Sängerin Sarah Blackwood alias Client B und Keyboarderin Kate Holmes (Client A), als auch Charlotte Hatherley, die diese Tour nach dem Ausstieg von Emily Strange im September diesen Jahres als Special Guest begleitete, trugen die für Client charakteristischen Uniformen.

Wie es Kate in einem Interview ausdrückte: „Wir wollten einfach wie sexy Bankangestellte sein, die Musik machen.“

Insbesondere Sarah Blackwood merkte man die Spielfreude angesichts eines derart begeisterten Publikums deutlich an. Nahezu die ganze, dicht gefüllte Halle klatschte den Rhythmus mit, tanzte und sang, insbesondere bei den eingängigen Refrains, kräftig mit.
Neben Klassikern wie „Pornography“ oder „Radio“ gaben die drei Engländerinnen Stücke wie „Down to the Underground“ und „Pills“ zum Besten, insgesamt eine stolze Anzal von 17 Songs.

Ein Höhepunkt des Auftritts war sicherlich das ganz zum Schluss gespielte „Rock and Roll Machine“, bei dem die Fans begeistert mitgingen und die Stimmung explodierte.

Keine Frage: satisfaction guaranteed!

Konzertfotos

 

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